Schmerzensgeld nach fehlerhafter Prothesenverspannung

Schmerzensgeld nach fehlerhafter Prothesenverspannung Steht fest, dass ein Operateur den Schaft und das Halsteil einer eingesetzten Hüfttotalendoprothese fehlerhaft miteinander verspannt hat, so ist zum Ausgleich der immateriellen Beeinträchtigungen, die sich aus den fehlerbedingten Schmerzen, der eingeschränkten Beweglichkeit des linken Hüftgelenks und der eingeschränkten Gehfähigkeit des Patienten ergeben, ein Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 € angemessen. Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 23.05.2018 – 5 U 148/16

Private Krankenversicherungen – Wartungskosten für Hilfsmittel

PKV muss Wartungskosten für Hilfsmittel erstatten Private Krankenversicherungen müssen ihren Patienten/Innen auch die Kosten für notwendige Wartungen medizinischer Hilfsmittel wie etwa Prothesen oder Hörgeräte erstatten. Die je nach Tarif gegebene Leistungszusage beschränke sich nicht auf die reine Anschaffung. Der Kläger ist aufgrund eines Unfalles seit 2013 auf eine Beinprothese mit einem mehr als 40.000 Euro teuren computergesteuerten Kniegelenk angewiesen. Die dreijährige Herstellergarantie setzt eine 24-monatige Service-Inspektion voraus. Die hierfür entstanden Kosten von 1.700...

500.000 € Schmerzensgeld für geistig behindertes Mädchen

500.000 € Schmerzensgeld für geistig behindertes Mädchen In einem zwölf Jahre währenden Haftungsprozess gegen einen Gynäkologen hat das OLG Hamm einem geistig behinderten Mädchen 500.000 € Schmerzensgeld zugesprochen. Der Arzt hatte das Mädchen vor rund zwölf Jahren per Kaiserschnitt im Krankenhaus entbunden. Stunden nach der Geburt versagte der Kreislauf, eine Wiederbelebung wurde erforderlich. Eine Blutuntersuchung zur Ursachenfindung wurde aber zunächst nicht durchgeführt, was nach Ansicht des Gerichts einen groben Behandlungsfehler darstellte. Das Neugeborene habe damals ein...